Erfahrungen beim Aufbau eines Z-11

(Bausatz vom Funkamateur)

Ansicht Z-11

Der Aufbau des Z-11 Bausatzes war problemlos, zumal die Spulen fertig gewickelt mitgeliefert wurden. Dadurch verursacht, fehlte der Anschlussdraht für die HF- Ein- und Ausgangsbuchse, wofür sonst die Reste des Spulendrahtes verwendet wurden. Ich denke aber, jeder Funkamateur hat die paar Zentimeter Draht herumliegen. Weitere Defizite sind nicht aufgetreten. Der Kondensator C35 wird in der englischen und deutschen Beschreibung zwar genannt, ist aber auf der Leiterplatte nicht vorhanden und wird auch nicht mitgeliefert, die Stückliste stimmt. In der deutschen Beschreibung fehlen einige Bauelemente in der Bestückungsreihenfolge, z.B. der Quarz.

Der Abgleich des Trimmers C1 wird in der deutschen Beschreibung nicht eindeutig beschrieben. Dazu wird der Sender mit 5 W betrieben und der Tuner mit einem 50 Ohm Dummyload abgeschlossen. In Stellung Power, Bypass (Schalter CAP und IND gleichzeitig nach unten) und Auto Aus (Auto-Schalter nach unten) wird dann mit dem Trimmer auf minimalen Rücklauf ( minimale Spannung am Punkt REV gegen Masse) abgeglichen. Zur Kontrolle sollte man dies mit verschiedenen Frequenzen testen.

Sollte es hier Probleme geben, muss der Einbau des SWR-Trafos kontrolliert werden. Bei Draufsicht auf den Trafo (Bestückungsseite) liegen die drei Anschlüsse links vom Trafo. Beide Wicklungen sind bifilar gewickelt. Im Uhrzeigersinn liegt der erste Anschluss (rot) am Ringkern unten, der Draht wird an den oberen Anschluss gelötet.

Das Ende der Wicklung (rot) endet oben und wird zusammen mit dem Anfang der zweiten Wicklung (unten am Ringkern) (grün) am Mittelanschluss angelötet. Das Ende der zweiten Wicklung (grün) endet oben und wird an den dritten Anschluss unten angelötet. Man sollte dazu die Bilder der Bauanleitung aufmerksam betrachten.

Nun muß nur noch der Vorlauf am Messpunkt (FWD) auf 2 - 2,5 V (deutsche Beschreibung) oder 1 - 1,5V der englischen Beschreibung eingestellt und nach Vertauschung von HF- Ein- und Ausgang ebenfalls der Rücklauf (REV) auf den gleichen Wert eingestellt werden (5 W HF, Abschluss mit Dummyload am Aus- bzw. Eingang des Tuners). Beim Mustergerät trat eine max. Spannung von ca. 1,4 V auf, der Wert der deutschen Beschreibung ist also falsch.

Die Einstellgenauigkeit der Potentiometer war nicht sehr hoch, deshalb wurden beide Regler auf Vollanschlag gestellt. Die Spannungsdifferenz zwischen beiden Messwerten betrug ca. 10mV. Damit funktioniert der Tuner ohne Probleme.

Noch ein paar Hinweise zum Aufbau:

Bei den IC-Sockeln sollte man aufpassen, dass sie parallel zur Leiterplatte eingelötet werden. Also zuerst die Ecken festlöten, dann kann nichts mehr verrutschen.

Die gelbe LED hat eine andere Drahtlängencodierung als die übrigen LEDs (normal: kurzer Anschluss Kathode, langer Anschluss Anode), die flache Seite bzw. die Kerbe sind jedoch stets die Kathode. Man sollte den zusätzlichen Elko am Prozessor nicht vergessen. Ich habe ihn parallel zur Leiterplatte eingebaut und mit einem Tropfen Kleber gesichert.

Der Quarz sollte mit einigem Abstand zur Leiterplatte eingelötet werden, z.B. ein Stück unbeschichtete Lochrasterplatte unterlegen, damit das durch die Durchkontaktierung laufende Zinn keinen Kurzschluss zwischen den Quarzanschlüssen und dem Metallgehäuse verursachen kann.

Ich hoffe, alle Nachbauer können von meinen Tipps profitieren.

QRP            Anpassung